Das Kuratorium

Das Kuratorium der Max-Planck-Institute für biologische Kybernetik und für Entwicklungsbiologie hat eine beratende und fördernde Funktion und ist mit hochrangigen Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien besetzt. Seine Mitglieder werden vom Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft auf Vorschlag der Institute berufen. Das Kuratorium fördert die Beziehungen zwischen der Grundlagenforschung und verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen sowie das Interesse der Öffentlichkeit an Forschungsthemen und -ergebnissen.

Mitglieder des Kuratoriums

Christian O. Erbe (Vorsitzender des Kuratoriums) 
Geschäftsführer 
ERBE Elektromedizin GmbH

Andreas Kurtz (stellv. Vorsitzender des Kuratoriums) 
Geschäftsführer 
PANDA GmbH

Prof. Dr. Ingo Autenrieth 
Dekan der medizinischen Fakultät der Universität Tübingen 
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene 

Bernhard Bruscha 
TL-Investment GmbH

Prof. Dr. Bernd Engler 
Rektor der Universität Tübingen

Dr. Christoph Gögler 
Vorsitzender des Vorstands Kreissparkasse Tübingen
Univ.-Prof. Dr. Rainer Hahn 
Geschäftsführer Cumdente GmbH


Ulrich Janßen 
Stellvertretender Chefredakteur, Leiter Öffentlichkeitsarbeit 
Schwäbisches Tagblatt GmbH

Daniel Lede Abal 
Mitglied des Landtags Baden-Württemberg

Klaus Meder 
Vorsitzender des Bereichsvorstands 
Automotive Electronics (AE/P), Robert Bosch GmbH

Boris Palmer 
Oberbürgermeister 
Universitätsstadt Tübingen

Eberhard Reiff 
Vorsitzender der REIFF-Geschäftsleitung 
REIFF-Gruppe

Dr. Arnd-Diether Rösch 
Geschäftsführer 
Gerhard Rösch GmbH

Prof. Dr. Wolfgang Rosenstiel 
Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät 
Universität Tübingen

Dr. Sabine Schwanitz 
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst 
Baden-Württemberg
Andreas Sentker 
Ressortleiter "Wissen" 
DIE ZEIT

Für die langjährige und nachhaltige ideelle und finanzielle Unterstützung danken die Direktoren der Max-Planck-Institute allen Mitgliedern des Kuratoriums.


Resolution des Kuratoriums

Das Kuratorium der Tübinger Max-Planck-Institute hat sich auf seiner jüngsten Sitzung sehr intensiv mit der Berichterstattung und den damit einhergehenden Vorwürfen gegen Forscher des Max Planck-Instituts für biologische Kybernetik beschäftigt. Das Kuratorium, dem Vertreter unterschiedlichster gesellschaftlicher Einrichtungen angehören, versteht sich als Vermittlungsinstanz zwischen den Max Planck-Instituten und der interessierten Öffentlichkeit.

Das Kuratorium setzt sich dafür ein, dass Tierversuche in der Wissenschaft nur dann vorgenommen werden, wenn die Forschung sinnvoll ist, wenn es keine Alternativen zu Tierversuchen gibt und die Tierhaltung und Versuchsanordnung höchsten Ansprüchen genügt. Die bisherige Prüfung eines externen Experten hat gezeigt, dass dies beim Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik der Fall ist. Das Kuratorium hat sich bei einem Rundgang durch die Tiergehege und Labors informiert. Es begrüßt die Anstrengungen des Max Planck-Instituts, die Lebensbedingungen der Versuchstiere weiter zu verbessern. Das Kuratorium erwartet nun das Ergebnis der Prüfung der Einhaltung der tierschutzrechtlichen Vorschriften durch das Regierungspräsidium. Das Kuratorium ist entsetzt über die Art, wie Forscher und Mitarbeiter aller auf dem Campus Tübingen befindlichen Institute in der Öffentlichkeit angegriffen wurden und wie sie (und ihre Angehörigen) persönlich bedroht und diffamiert werden. Die Erkenntnisse, die am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik über die Signalverarbeitung im Gehirn gewonnen werden, sind die Voraussetzung dafür, dass schwerwiegende Erkrankungen des Gehirns eines Tages erfolgreich behandelt werden können. Es wäre bedauerlich, wenn diese für die gesamte Gesellschaft wichtige Forschung eingestellt werden würde, obwohl sie im Einklang mit den geltenden rechtlichen Vorgaben durchgeführt wird.

Das Kuratorium fordert alle Beteiligten in dieser wichtigen gesellschaftlichen Debatte dazu auf, die Diskussion über Tierversuche sachlich, offen, und ohne persönliche Verunglimpfungen zu führen.

Das gemeinsame Kuratorium der Institute für biologische Kybernetik und Entwicklungsbiologie am Standort Tübingen Tübingen, den 02.10.2014

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