Was macht die Welt so vielfältig?

EinBlick – Forschung verständlich

  • Datum: 21.04.2027
  • Uhrzeit: 18:00
  • Vortragender: Detlef Weigel
  • Max-Planck-Insitut für Biologie, Tübingen
  • Ort: Max-Planck-Haus, Max-Planck-Ring 6, 72076 Tübingen
  • Raum: Hörsaal
  • Gastgeber: Kommunikation
  • Kontakt: stephanie.bertenbreiter@tuebingen.mpg.de
  • Rubrik: Gesprächs- und Diskussionsformate, Vorträge
Detlef Weigel
Wie genetische Unterschiede entstehen – und was sie bewirken.

Wir bitten um Anmeldung. Es können maximal 145 Personen je Vortrag teilnehmen.

Warum blühen manche Pflanzen früher als andere? Warum sehen Hunderassen so verschieden aus? Und warum sind manche Menschen viel weniger anfällig für Krankheiten als andere? Hinter vielen dieser Unterschiede steht genetische Vielfalt: kleine und große Veränderungen im Erbgut, die zum größten Teil über lange Zeit weitergegeben werden, aber auch in jeder Generation neu entstehen und immer wieder neu kombiniert werden. Anhand anschaulicher Beispiele werden wir lernen, wie Mutation, Rekombination und Auslese biologische Vielfalt hervorbringen und verändern. Ausgangspunkt sind Wildpflanzen, insbesondere die Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana, deren Genome weltweit untersucht werden. Von dort führt unsere Zeitreise zu Nutzpflanzen und Haustieren, bei denen der Mensch die vorhandene Vielfalt durch Züchtung in kurzer Zeit stark umgestaltet hat, führt und schließlich zu uns selbst. Dabei soll deutlich werden: Gene bestimmen Eigenschaften selten allein. Umwelt, Lebensweise und der genetische Hintergrund entscheiden wesentlich mit darüber, wie sich eine genetische Variante auswirkt. Genetische Vielfalt kann Anpassung ermöglichen, aber auch Unverträglichkeiten oder Krankheitsrisiken mit sich bringen. Sie ist weder grundsätzlich „gut“ noch „schlecht“, sie ist das Rohmaterial der Evolution und zugleich eine wichtige Ressource und Erkenntnisquelle für Landwirtschaft, Medizin und den Umgang mit einer sich verändernden Umwelt.

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