
Mit dem Brain Explorer unterwegs auf der MS Wissenschaft
Interaktive App untersucht psychische Gesundheit
Psychische Erkrankungen entstehen oft schon vor dem Erwachsenenalter und hängen eng mit der Entwicklung unseres Gehirns zusammen. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Tobias Hauser untersucht bereits seit mehreren Jahren diese Zusammenhänge mit der mobilen App Brain Explorer. Sie ist ein Citizen‑Science‑Projekt, bei dem Nutzerinnen und Nutzer durch spielerische Aufgaben ihre kognitiven Fähigkeiten testen und so wertvolle Daten für die Grundlagenforschung in den Neurowissenschaften liefern können.
© Foto: Ilja C. Hendel, Wissenschaft im Dialog, CC BY-NC 4.0
Im Wissenschaftsjahr 2026 unter dem Motto Medizin der Zukunft, das sich mit Gesundheit, Prävention, personalisierter Medizin und Innovationen im Gesundheitswesen beschäftigt, wird Brain Explorer auf der MS Wissenschaft vorgestellt. Das Ausstellungsschiff macht dabei an zahlreichen Orten in Deutschland halt. Besucherinnen und Besucher können das Exponat dort interaktiv ausprobieren und so hautnah erleben, wie Grundlagenforschung zur psychischen Gesundheit funktioniert.
Die App analysiert zum Beispiel unser Entscheidungsverhalten. User können zudem freiwillig Fragebögen zu ihrem psychischen Befinden ausfüllen. Alle Daten werden anonymisiert erfasst und nur für wissenschaftliche Zwecke genutzt. Abschließende Diagnosen oder Therapien bietet die App nicht.
Forschung hautnah auf der MS Wissenschaft
Die MS Wissenschaft ist ein umgebautes Frachtschiff, das als schwimmendes Science Center aktuelle Forschung zum Anfassen bietet. Besucherinnen und Besucher jeden Alters können an interaktiven Exponaten selbst experimentieren, an Workshops teilnehmen und Vorträgen lauschen.
In den Sommermonaten tourt das Schiff durch Deutschland und Österreich und geht in rund 30 Städten vor Anker. Die Ausstellung orientiert sich jeweils am aktuellen Wissenschaftsjahr, richtet sich besonders an Kinder, Jugendliche und Familien. Der Eintritt ist frei.
Die MS Wissenschaft ist eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt und von Wissenschaft im Dialog.
Los geht es im Mai 2026.
