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Enveloppenmodulation - ESEEM

Wird ein Spinsystem in einem konstanten Magnetfeld $\vec{B_{0}}$ durch einen $90^{\circ}$-Puls angeregt, bringen Relaxationsprozeße das System wieder in den thermodynamischen Gleichgewichtszustand, wobei sich die Gesamtmagnetisierung $\vec{M}_{0}$ wieder in Richtung des externen Magnetfeldes einstellt ($\vec{M}_{0} \Vert \vec{B}_{0}$ ).

Die Dephasierung aufgrund der inhomogenen Linienverbreiterung ist refokussierbar und führt in der Pulsfolge $90^{\circ}-\tau - 180^{\circ}-\tau$ zu einem Spinecho zur Zeit $2\tau$. Wird der Pulsabstand $\tau$ inkrementiert, fällt die Amplitude des Spinechos wegen der Spin-Spin-Relaxation i.a. monoton, meist exponentiell ab. Dieser Echozerfall enthält Information über die verschiedenen stochastischen Prozesse der Spinkinetik, welche die magnetische Relaxation beeinflussen.

Ist dieser Spinechozerfall bei zunehmendem Interpulsabstand amplitudenmoduliert (Enveloppenmodulation), spricht man von ESEEM, deren Hauptursache die Wechselwirkung zwischen dem Elektronenspin mit den umgebenden Kernspins ist.


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Josef Pfeuffer
8/12/1998