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Wird ein Spinsystem in einem konstanten Magnetfeld
durch
einen
-Puls angeregt, bringen Relaxationsprozeße das System
wieder in den thermodynamischen Gleichgewichtszustand, wobei sich die
Gesamtmagnetisierung
wieder in Richtung des externen
Magnetfeldes einstellt (
).
- Spin-Gitter-Relaxation bringt die longitudinale Magnetisierung (in
Richtung von
) ins Gleichgewicht ( T1-Zeit ).
- Spin-Spin-Relaxation läßt erzeugte transversale Magnetisierung
(senkrecht zu
) irreversibel dephasieren ( T2-Zeit ).
- inhomogene Linienverbreiterung (Gaußform): Die Elektronenspins
befinden sich in jeweils leicht unterschiedlichen lokalen Magnetfeldern und
nur ein kleiner Teil der Spins ist in Resonanz mit dem äußeren Feld. Die
wichtigsten Ursachen sind Inhomogenitäten im Magnetfeld und anisotrope
Wechselwirkungen in zufällig orientierten Festkörpern.
- homogene Linienverbreiterung (Lorentzform): Selbst wenn alle Spins
mit der gleichen Frequenz präzedieren, tritt transversale Dephasierung
durch Energieaustausch zwischen den Spins auf, die zu einem sprunghaften
Wechsel der Phasenlage und zu einer Verkürzung der Lebensdauer der
Spinzustände führt.
Die Dephasierung aufgrund der inhomogenen Linienverbreiterung ist
refokussierbar und führt in der Pulsfolge
zu einem Spinecho zur Zeit
. Wird der Pulsabstand
inkrementiert, fällt die Amplitude des Spinechos wegen der
Spin-Spin-Relaxation i.a. monoton, meist exponentiell ab. Dieser
Echozerfall enthält Information über die verschiedenen stochastischen
Prozesse der Spinkinetik, welche die magnetische Relaxation beeinflussen.
Ist dieser Spinechozerfall bei zunehmendem Interpulsabstand
amplitudenmoduliert (Enveloppenmodulation), spricht man von ESEEM, deren
Hauptursache die Wechselwirkung zwischen dem Elektronenspin mit den
umgebenden Kernspins ist.
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Josef Pfeuffer
8/12/1998