Standardmethoden sind die 2-Puls- (Hahnecho) und 3-Pulssequenzen (stimuliertes Echo). Verbessert wird die 2-Pulssequenz, bei der auch die Summe und Differenz der Modulationsfrequenzen auftauchen, durch Remote-Detektion (s. Kap. 3.3.1) und der eindimensionalen Variante der 4-Pulssequenz (HYSCORE, s. Kap. 3.4.2). Eine Verbesserung der Modulationstiefe für die 3-Pulssequenz bringt eine Folge aus fünf Pulsen (s. Kap. 3.3.4).
Als weitergehende Verfahren seien hier die Langzeitanregung ('extended time excitation' [12]) und die Soft-ESEEM-Spektroskopie [13] genannt.
Prinzipiell neue Möglichkeiten bieten die zweidimensionalen Varianten der 3-Puls- und 4-Pulssequenzen (s. Kap. 3.4), wobei jedoch der experimentelle, v.a. zeitliche Aufwand um ein Vielfaches steigt. Die 4-Pulssequenz kann ebenfalls remote-detektiert werden, eine neue 6-Puls-HYSCORE-Sequenz wird in Kap. 3.4.2 auch vorgeschlagen.
Einen guten Überblick über die Möglichkeiten in der Puls-ESR-Spektroskopie bietet ein Artikel von A. Schweiger [14] und [15]. Bei ungeordneten Systemen, z.B. Spektren von polykristallinen oder glasartig, festen Proben, ist die ESEEM und deren Interpretation prinzipiell komplizierter, siehe zum Beispiel Dikanov et al. [11,16] und De Groot et al. [17].