Next: Methoden der Puls-ESR
Up: Theoretische Grundlagen
Previous: Hyperfeinstruktur
Ein System von Elektronen und Kernen, die mit einem magnetischen Feld
wechselwirken, wird durch den Hamiltonian

beschrieben, wobei
den statischen Anteil, der die stationären
Eigenwerte des Systems bestimmt, und
die zeitabhängige
Wechselwirkung mit dem resonanten Mikrowellenfeld enthält. Die zeitliche
Entwicklung des Systems ist durch die zeitliche Entwicklung seiner
Dichtematrix
| ![\begin{displaymath}
\frac{d\rho}{dt}=\frac{i}{\hbar}[\rho ,{\cal H}]\end{displaymath}](img101.gif) |
(2) |
gegeben. Das Echosignal E ist dann
|  |
(3) |
wobei
eine Konstante ist, die von den experimentellen Bedingungen
abhängt und
der Wert von
zu der Zeit ist, an dem das
Echo auftritt.
ist mit der Dichtematrix
bei t=0
durch
|  |
(4) |
für das 2-Puls-Hahnecho und durch
|  |
(5) |
für das 3-Puls stimulierte Echo gegeben (Pulssequenzen siehe Abb. 3.1 und
3.2).
ist die diagonale
Dichtematrix für t=0, deren Elemente aus den
Besetzungswahrscheinlichkeiten der Eigenzustände von
bestimmt werden.
Die Rotationsoperatoren RNI, RNII und RNIII wirken während der
Nutationsperioden und
und
während der freien
Präzession des Spinensembles. Die Nutationsoperatoren, die das System während des k-ten
resonanten Mikrowellenpulses mit der Pulslänge tk beschreiben, haben
die allgemeine Form

und
sind dabei in eine Darstellung transformiert, in der
die Zeitabhängigkeit von
aufgehoben ist. Der Operator
beschreibt die freie Präzession in der Zeit
zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Mikrowellenpulsen

Bei der Spezialisierung auf ein bestimmtes Spinsystem erhält man dann die
Modulationsformeln, die in Kap. 3 genannt sind, wenn man
vollständige Anregung der Spinpakete voraussetzt und über die inhomogen
verbreiterten Linien summiert [5].
Next: Methoden der Puls-ESR
Up: Theoretische Grundlagen
Previous: Hyperfeinstruktur
Josef Pfeuffer
8/12/1998