Hirnforschung und Tierversuche

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Integration lokaler und globaler kortikaler Prozesse - Multitetroden- und Mehrstellen-Aufnahmen

Simultane, vom ventralen präfrontalen Kortex abgeleitete Tetrodensignale in Antwort (unten rechts) auf einfache visuelle Objekte (oben links) und während der Gedächtnisphasen werden auf verlässliche Aktivierungsmuster hin analysiert (unten links).
Simultane, vom ventralen präfrontalen Kortex abgeleitete Tetrodensignale in Antwort (unten rechts) auf einfache visuelle Objekte (oben links) und während der Gedächtnisphasen werden auf verlässliche Aktivierungsmuster hin analysiert (unten links).
Die lokale kortikale Prozessierung ist hinsichtlich der Kodierung von Stimulusinformationen extensiv untersucht worden. Es wurden jedoch nur wenige Versuche unternommen, die Rolle von globaleren Hirnsignalen wie das Feedback von höheren Arealen oder Hirnzuständen in der kortikalen Informationsverarbeitung genauer zu betrachten. Gerade letztere sind besonders wichtig für die Erklärung der Generierung von Verhalten auf neuronalem Niveau, da bekannt ist, dass Erwartungen unsere Wahrnehmung beeinflussen, was darauf hindeutet, dass interne Modelle konstant auf Indizien vom sensorischen Input getestet werden. Unser Ziel ist das Verständnis der Mechanismen, durch die globale neuronale Aktivitätsmuster die lokale Informationsverarbeitung beeinflussen. Umgekehrt interessiert uns, wie viel lokale Prozesse dazu beitragen können, die kognitive Leistungsfähigkeit zu erklären. Mit lokaler Prozessierung meinen wir die Spikeaktivität von Neuronen im Kontext von mesoskopischen Signalen wie lokalen Feldpotenzialen, die die synaptische Integration sowohl von lokalen als auch von langreichweitigen Inputs widerspiegeln.
Last updated: Sonntag, 26.07.2015